Die Färöer Inseln

Die Färöer Inseln – das Neuseeland Europas

Die Färöer: 18 Inseln inmitten des Nordatlantiks. Weit weg von der großen Welt und doch Mittelpunkt einer Welt, wo auch die kleinsten Dinge überwältigend groß erscheinen können.

Hallo, mein Name ist Mateusz und ich darf euch hier über die Reise vom 31.05.2018 – 08.06.2018 mit meiner Freundin Jacky auf die Färöer berichten.

Auf ins Abenteuer!

Los ging es um 6 Uhr morgens vom Stuttgarter Flughafen mit SAS Airlines und einem 3-stündigen Zwischenstopp in Kopenhagen nach Vagar, einer der Hauptinseln. Auf dem Flughafen angekommen haben wir direkt unseren Mietwagen in Empfang genommen und sind 70 Km auf die Insel Eysturoy zu unserem AirBnB – Apartment in Saltangara gefahren. Dort empfing uns unsere Gastgeberin Sunneva mit frischen Brötchen, Kaffee und selbstgemachter Marmelade. Den Rest des Tages entspannten wir uns und erkundeten abends zu Fuß die Gegend.

Am nächsten Morgen ging es auf die Insel Mykines. Sie ist ein absolutes Paradies und ein Topziel auf den Färöern. Im Sommer nisten tausende Zugvögel wie Papageientaucher und Basstölpel auf den Klippen. Es gibt zwei Möglichkeiten auf die Insel zu kommen: entweder mit der Fähre oder mit dem Hubschrauber. Da wir noch nie Heli flogen und die Plätze immer begrenzt sind, haben wir ca. 3 Wochen davor den Hubschrauberflug reserviert.  Das Besondere daran, man kann nur in eine Richtung den Heliflug buchen und die Einheimischen haben immer den Vorrang, egal ob vorher gebucht oder nicht. Fliegt man morgens hin muss man nachmittags die Fähre zurücknehmen. Allerdings gibt es keine Garantie, dass die Fähre mittags fährt. Das Wetter auf den Färöern ist so wechselhaft, dass die Fähre wegen dem Wellengang oft nicht anlegen kann. Dann sitzt man erstmal auf der Insel fest. Im Mai fuhr die Fähre ganze zwölf Mal. Wir hatten Glück und konnten nachmittags mit der Fähre zurück nach Sorvagur.

Tag 2:

Am zweiten Tag haben wir uns für eine Wanderung von Sorvagur zu Drangarnir, dem wohl berühmtesten Felsen auf Instagram & Co. entschieden. Nach gut zwei Stunden Marsch entlang der Küste von Vagar und einem Angriff von Raubmöwen kamen wir am westlichsten Zipfel der Insel an. Direkt vor uns hatten wir einen einmaligen Blick auf den vorgelagerten Felsen Drangarnir und die gleich dahinter liegende Insel Tindholmur.

Die nächsten Tage haben wir uns die Hotspots der Inseln Eysturoy und Streymoy vorgenommen. Richtung Norden ging es zuerst zu dem kleinem Dörfchen Funningur, wo man über eine Serpentinenstraße zu einer Plattform kommt, auf der man eine atemberaubende Aussicht auf den Funningsfjord und die verschiedenen Berggipfel hat. Hier kann man auch direkt den höchsten Berg der Färöer besteigen. Auf den 882m hohen Slaettaratindur hat man bei gutem Wetter Sicht auf alle Inseln. Nur einige Kilometer dahinter liegt das idyllische Dorf Gjògv, dass für seine großartige Natur und den eigenartigen Naturhafen bekannt ist.

Ein Traum in Grün!

Weiter ging es auf Streymoy, vorbei am Fossa, dem größten Wasserfall der Färöer, der über zwei Kaskaden 140m in die Tiefe fällt, weiter in das Dorf Tjornuvik. Das nördlichste Dorf der Insel liegt zwischen steilen Bergen eingebettet in einer Lagune. Von dort hat man einen tollen Blick auf die zwei mächtigen freistehenden Felsen Risin und Kellingin – der Riese und seine Frau. Zudem gilt der Ort als ein Surfer-Hotspot.

Der Höhepunkt der Tage war das malerische Dorf Saksun. Saksun ist in zwei Hälften geteilt und von hohen Bergen umgeben. Das Tal endet in einer bemerkenswerten, von schroffen Felswänden fast völlig umgebenen Bucht. Bei Ebbe kann man auf der Westseite der Bucht zum Sandstrand an der offenen See gelangen. Für mich war das ein Gefühl, als wäre man am Ende der Welt angelangt.

Im Süden der Insel besuchten wir Tòrshavn– die kleinste Hauptstadt der Welt. Eine der besten Gegenden in der Stadt ist der Hafenteil Vágsbotn mit seinen hübschen alten Speichern, Cafés, alten Gassen und schmalen Gängen mit kleinen Häusern unter Grasdächern.

Die letzten Tage bevor es wieder zurück nach Deutschland ging, besuchten wir Gásadalur und die Klippen von Traelanipa. Gasadalur galt mal als der abgeschiedenste Ort der Welt. Seit 2006 erleichtert ein schmaler Tunnel den Zugang zu dem kleinen Dorf. Der Hotspot dort ist Mulafossur, ein Wasserfall der direkt ins Meer stürzt.

Die Wanderung zu den Klippen dauerte ca. 1 Stunde. Wenn man auf den Klippen steht eröffnet sich ein einzigartiger Ausblick: da der Sørvágsvatn See ca 40m über dem Meeresspiegel liegt, scheint er von diesem Punkt über dem Meer zu schweben.

Am vorletzten Tag ging es mit der Fähre von Klaksvik auf die Insel Kalsoy. Nach mehreren Kilometern Fahrt durch einen einspurigen Tunnel kamen wir in Trollanes an. Von hier aus ging es zu Fuß über einen Schafspfad auf die Nordspitze Kallur, wo sich einer der Leuchttürme der Färöer befindet. Die einmalige Aussicht hier wurde mal von National Geographic Traveller zu einer der schönsten der Welt gewählt.

Kommen wir zu den Kosten:

Da uns zwei Wochen vor unserem Trip unser Airbnb Host ohne Begründung storniert hat, mussten wir auf die Schnelle was Neues suchen. Da wir nicht viel Auswahl hatten, haben wir uns für das Apartment in Saltangara entschieden, was vielleicht nicht so schlau war. Es empfiehlt sich für die ersten Tage eine Unterkunft auf Vagar zu buchen. Euer Geldbeutel wird es euch danken, denn der Tunnel, der die Inseln Vagar und Streymoy miteinander verbindet, kostet jede Durchfahrt 100 dänische Kronen (ca. 14€).

Bei der Mietwagenbuchung hatten wir auch etwas Pech, es gab nämlich keinen Wagen mehr mit unbegrenzten Freikilometern. Über Avis haben wir einen Wagen mit 800 Freikilometer gebucht, was nicht ganz ausgereicht hat. Gesamt machten wir rund 1300 Km in dieser Woche.

Kurz zusammengefasst: Die Unterkunft kostete uns 850€, der Mietwagen inkl. Sprit, Zusatzkilometer und Tunnelmaut 900€ und Flüge 450€ pro Kopf. Entschuldigung Geldbeutel!!!

 

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